Auf zu neuen Ufern

                                            Autor: Lisa

Wir kehren der Ägäis mit Wehmut den Rücken. Es ist Ende April 2017 und die Nis Puck ist, nach viel Arbeit, wieder im Wasser! Ich hatte es geschafft 1 ½ Jahre Auszeit zu bekommen und so haben wir Großes vor. Unser Plan ist, von der Ägäis aus, das Mittelmer zu queren. Diesmal möchten wir auch den nördlichen Teil über Korsika , Elba und Südfrankreich bis Barcelona besegeln um dann über die Balearen wieder Richtung spanisches Festland zu gelangen. Hier geht´s dann weiter zur Straße von Gibraltar, in den Süden Portugals, von dort vielleicht noch nach Madeira und schließlich auf die Kanaren, auf denen wir gerne überwintern würden.

Doch zunächst einmal zurück zum Anfang unserer Reise. Die Nis Puck ist am 19.04.2017 nach einer arbeitsreichen Woche in Chalkoutsi ins Wasser gekommen, Martin hat mich dann am  20. April in Porto Rafti, in der Nähe vom Athener Flughafen, an Bord genommen.
Der Wettergott war uns gnädig, so daß wir mit herrlichem Segelwind unser nächstes Ziel Glyfada am Abend des 21. April nach 40,8 Seemeilen erreichten.OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Eigentlich wollten wir nur bis zum Kap Sounion, doch für den nächsten Tag war wenig Wind und Regen gemeldet und so entschieden wir uns den Wind zu nutzen um so unser 2. Etappenziel zu erreichen. Leider war es doch sehr frisch an diesem Tag, aber man kann ja nicht Alles haben.
Nachdem der Segelmacher am nächsten Tag (Samstag und sein Geburtstag!) noch ein paar Feinheiten an unserem neuen Großsegel verändert hat, nahmen wir am Spätnachmittag unseren ersten Gast Patrick aus der Schweiz an Bord.
Von Glyfada aus nahmen wir Kurs auf die Insel Ägina, wo um 15:36 Uhr der Anker vor Ägina Stadt ins Wasser fiel. Nun hieß es sich stadtfein machen und ab ins Dingi um an Land zu kommen. Beim Schlendern durch die Gassen der Altstadt durfte das obligatorische Eis natürlich nicht fehlen.
Nachts um 3 Uhr frischte der Wind plötzlich auf, es wurde sehr schaukelig vor Anker. Martin machte 1 h Ankerwache in der das Nachbarboot auf Grund rutschenden Ankers auf uns zu trieb. Zum Glück war die Crew wach, lichtete den Anker und fuhr davon. Der Wind ließ nach. Am nächsten Morgen motorten wir Richtung Kanal von Korinth. Nach einer Stunde Wartezeit DSC00505-kleinkonnten wir den 6,3 km langen Kanal, für schlappe 182 Euro passieren. „Speed Käptain, speed“  schallte es aus dem Funkgerät, doch wir hatten 1,5 kn Strom gegenan. Na ja wenigstens waren die Preise stabil geblieben, denn bei der Hinfahrt 2015 zahlten wir den gleichen Betrag.

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Nach weiteren 10 Meilen durch den Golf von Korinth erreichten wir die Stadt Kiaton, wo wir an der Hafenmauer kostenlos fest machen konnten. Dank kardanischer Aufhängung des Herdes in der Pantry habe ich es geschafft, bei ziemlich schaukeliger See ein Menü mit Rosmarinkartoffeln, Putengeschnetzeltem mit frischen Champignons und Salat zu zaubern. So konnten wir zum Anlegerschluck auch gleich zu Abend essen.DSC00531-klein
Während Patrick und ich am nächsten Morgen das Schiff mit Süßwasser abgespritzt haben ist Martin zum Seglerfeinkostladen LIDL geradelt um Vorräte zu bunkern.
Mit aufgefüllten Wassertanks und frischem Proviant legten wir um 14:30 Uhr Richtung Galaxidhi zu unserem nächsten Ziel, von dem wir Euch das nächste Mal berichten, ab.

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